„Was die Großen können, kann MV anders“ – unter diesem Titel beleuchtet die Mai-Ausgabe des KATAPULT-Magazins den Stand der Künstlichen Intelligenz in Mecklenburg-Vorpommern. Der Artikel zeigt, dass das Bundesland beim Thema KI keineswegs den Anschluss verloren hat, sondern bereits heute vielfältige Anwendungen in Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft entwickelt werden.
Zu den Interviewpartnern gehört auch Axel Fick, Leiter von mv-works. Für ihn ist Künstliche Intelligenz eine der zentralen Zukunftsfragen für die Wirtschaft des Landes. Dabei gehe es nicht in erster Linie darum, Arbeitsplätze zu ersetzen, sondern Beschäftigte zu entlasten und Unternehmen dabei zu unterstützen, dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen.
„Sich mit künstlicher Intelligenz zu befassen, ist auf jeden Fall sinnvoll“, wird Fick im Artikel zitiert. Bereits heute setzen zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern KI-Anwendungen ein – von Handwerksbetrieben über Pflegeeinrichtungen bis hin zu Bäckereien. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der automatisierten Dokumentation und Übersetzung bis hin zur Erstellung individueller Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende. Aus Sicht von Axel Fick liegt eine besondere Chance für Mecklenburg-Vorpommern darin, KI nicht nur zu nutzen, sondern daraus eigene innovative Geschäftsmodelle und Lösungen zu entwickeln.
Auch Prof. Dr. Kurt Sandkuhl von der Universität Rostock betont im KATAPULT-Artikel die Stärken des Standorts Mecklenburg-Vorpommern. Besonders in Bereichen wie maritimen Technologien, Medizintechnik oder angewandter Forschung entstünden bereits heute KI-Lösungen auf hohem Niveau. Als Vorteil sieht er zudem die vergleichsweise kleine, gut vernetzte Gemeinschaft aus Forschenden, Unternehmen und Institutionen im Land. Dadurch können Forschungsergebnisse schneller in konkrete Anwendungen überführt werden.
Eine wichtige Rolle spielten dabei auch Inititativen wie mv-works und das Zentrum für KI in MV, so Sandkuhl. Denn diese unterstützten Unternehmen dabei, passende Anwendungsfelder für Künstliche Intelligenz zu identifizieren und Projekte umzusetzen. Laut Sandkuhl zeigen sich viele Projektverantwortliche überrascht, wie viel KI-Expertise bereits direkt in Mecklenburg-Vorpommern vorhanden ist.
Trotz der positiven Entwicklung sehen sowohl Axel Fick als auch Kurt Sandkuhl weiteren Handlungsbedarf. Beide wünschen sich stärkere politische Signale und eine klare strategische Ausrichtung, um die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu unterstreichen. Eine landesweite KI-Strategie könne dazu beitragen, Investitionen, Forschung und Innovation langfristig zu stärken.
Quelle:
Katapult Magazin, Ausgabe 05/2026
"Was die Großen können, kann MV anders" von Tim Reinboth
https://www.katapult-magazin.de/de


