Netzwerk für Menschen (Augustenstift zu Schwerin & SOZIUS)
Mitarbeiter*innen wechseln Job für einen Tag

Der Rollentausch ist eine Idee, die aus der Zukunftskonferenz entstanden ist.. Dafür kamen im Jahr 2025 insgesamt 25 Kolleg*innen zusammen, um Themen zu entwickeln, die für die Zukunft des Netzwerks für Menschen mit seinen Angeboten in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, den Beratungsstellen sowie den Senioreneinrichtungen von Bedeutung sind.

In diesem Prozess entstand die Idee des Rollentausches, um das WIR-Gefühl innerhalb des Netzwerks für Menschen zu stärken. Bereits am Tag der Zukunftskonferenz reichten insgesamt 46 Personen ihren Wunsch für einen Praktikumstag in einem anderen Arbeitsbereich ein.

In diesem Video berichten Mitarbeitende aus dem Augustenstift Schwerin und von SOZIUS sowie die NfM-Vorständin Franziska Hain darüber, wie das Projekt umgesetzt wurde und welchen persönlichen Mehrwert sie daraus ziehen konnten. Zwei Pflegefachkräfte erhielten Einblicke in den Arbeitsalltag eines Hausmeisters, eine weitere lernte die Arbeit des Vorstandes kennen. Auch die Leiterin des Einkaufs und die Vorständin begleiteten für einen Tag Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag. Dabei entstanden neue Perspektiven, ein besseres Verständnis füreinander und wertvolle Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche.

Branche:

Pflegebranche

Standort:

Schwerin

MitarbeiterInnen:

850 Beschäftigte


Walk in my shoes - Was der Rollentausch im Unternehmen bewirkt

Viele unterschiedliche Beweggründe führten zur Teilnahme am Rollentausch-Programm: Sabrina Retsch vom Einkauf berichtet, dass sie sich mit konkreten Fragen auf den Tag vorbereitet hat, die auch ihren Arbeitsbereich betreffen. Sie hat an dem Tag viele Arbeitsabläufe erklärt bekommen und ihr war vorher nicht klar wie strukturiert und eng getaktet der Arbeitstag bei Pflegekräften ist. Jaqueline Gehrke, die als Pflegefachkraft im Ambulanten Dienst und der MAV arbeitet, wollte gezielt Vorurteile gegenüber den Haustechnikern ausräumen. Sie wurde durch ihren Praktikumstag bei den Hausmeistern in der Annahme bestärkt, wieviel Arbeit hier geleistet wird. 

Auch die anderen Interviewten schildern ihre Erfahrungen als bereichernd. Vorständin Franziska Hain konnte im Fachpflegebereich Wachkoma & Beatmung erlebt, wie anspruchsvoll und vielseitig die Arbeit in der Pflege ist. Umgekehrt zeigte sich Janine Wolski, Pflegekraft auf dieser Station, beeindruckt davon, wie viele Themen und "große Zahlen" im Vorstand koordiniert werden müssen. 

Insgesamt erlebten unsere Gesprächspartner*innen den Rollentausch als sehr gelungenes Projekt, der gerne wiederholt angeboten werden darf und der zu mehr Verständnis und Wertschätzung untereinander im Netzwerk für Menschen beiträgt, wie auch Thomas Grosch, Pflegefachkraft und Vorsitzender der MAV betont.