"QM on Tour" KI-basierte Unterstützung zur Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege

ein Projekt der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH

Als „Diakonie Mecklenburgische Seenplatte“ sind wir Träger von mehr als 60 Einrichtungen und Diensten der Alten- und Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie und Suchtkrankenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich Kindertagesstätten im gleichnamigen Landkreis. Wir leisten vielfältige soziale Dienste, betreiben Beratungsstellen und Begegnungsstätten und bieten ergänzende Service- und Dienstleistungen an.

Die Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH entstand 2020 aus dem Zusammenschluss der Diakonie Malchin gGmbH und der Diakoniewerk Stargard GmbH. Heute sind mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Einrichtungen und Diensten tätig.

Das Unternehmen mit seinem Verbundpartner

Projektlaufzeit          01.12.2025 – 28.02.2027

Ansprechpartner      Herr Christoph Hempel
                                    Tel.: +49 3981 245755

Webseite                   https://www.diakonie-mse.de/ 

Verbundpartner       DEJ Technology GmbH
                                    https://dej-technology.de/ 

 

 

 

Ausgangssituation & Handlungsbedarf

Das Oberzentrum Neubrandenburg mit seinen vielfältigen Pflegeangeboten ist stärker von Fluktuation und Recruiting neuer Mitarbeitender geprägt - das unterscheidet sich spürbar vom ländlichen Raum des Landkreises MSE. Das stellt die Pflegeeinrichtungen vor große Herausforderungen – die neuen Mitarbeitenden benötigen für ihre Arbeit umfassendes Wissen zu Pflegestandards, die bei jedem Pflegeanbieter und je nach Versorgungsform (ambulant, stationär, teilstationär) voneinander differieren. Hinzu kommt der sichere Umgang mit verschiedenen Pflegehilfsmitteln sowie das Verständnis für die Wirkungsweisen und Nebenwirkungen von Medikamenten, die im Pflegealltag eingesetzt werden. Unser Projekt zielt darauf ab, Pflegekräfte durch ein KI-Tool zu unterstützen.

Wir versprechen uns eine Unterstützung der Mitarbeitenden, denn das KI-Tool bietet sofortige Antworten auf Fragen zu Qualitätsstandards, Vorgehensweisen, Bedienungsanleitungen von Pflegehilfsmitteln sowie zu Wirkungsweisen und Nebenwirkungen von Medikamenten, basierend auf hinterlegten Expertisen. Bei Änderungen der Standards, Bedienungsanleitungen oder relevanter Informationen zu Medikamenten informiert die KI die Mitarbeitenden proaktiv, um sicherzustellen, dass alle Leistungen nach den neuesten Vorgaben und mit größtmöglicher Sicherheit erbracht werden. Durch die kontinuierliche Aktualisierung und Unterstützung – auch im Bereich der sicheren Anwendung von Hilfsmitteln und Medikamenten – wird die Qualität der Pflegeleistungen nachhaltig verbessert.

Mit der Hilfe von KI soll das Wissensmanagement im Qualitätsmanagement gestärkt und vorangetrieben werden. Das macht die anspruchsvolle Arbeit in der Pflege attraktiver und bietet einen Umgang mit hochkomplexen, standardisierten Prozessen in Verbindung mit der digitalen Lebenswelt der Mitarbeitenden.

„Das Projekt liefert die Verknüpfung von KI in den Pflegealltag – fern von Robotik, sondern dafür, das Wissensmanagement der Pflegefachkräfte und damit die praktische Arbeit zu erleichtern.
- Christoph Hempel, Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH

Projektplan: KI‑gestütztes Qualitätsmanagement
Phasen, Aufgaben & Dauer
Gesamtdauer: 15 Monate
7Phasen
15Monate
Phasen & Aufgaben
Anforderungsanalyse und Konzeptualisierung
  • Detaillierte Analyse der bestehenden Pflegestandards, etc.
  • Identifikation der spezifischen Anforderungen
  • Technische und organisatorische Projektplanung
Entwicklung des KI-Tools
  • Auswahl und Anpassung einer geeigneten KI-Plattform
  • Entwicklung und Implementierung der Wissensdatenbank
  • Entwicklung der Benutzeroberfläche und Integration in die digitale Infrastruktur der Sozialstation
Pilotphase und Testbetrieb
  • Schulung der ersten Pflegekräfte
  • Durchführung eines Pilotbetriebs
  • Sammlung von Feedback
Optimierung und Rollout
  • Auswertung der Pilotphase und Anpassung des KI-Tools auf Basis des Nutzerfeedbacks
  • Erweiterung der Wissensdatenbank um weitere praxisrelevante Inhalte
  • Rollout des Tools für alle Mitarbeitenden der Sozialstation
Begleitende Qualifizierungsmaßnahmen
  • -Durchführung regelmäßiger Schulungen und Workshops zur Nutzung des KI-Tools und zu aktuellen Pflegestandards
Evaluation & Qualitätssicherung
  • Kontinuierliches Monitoring der Nutzung und Wirksamkeit
  • Durchführung von Testreihen
  • Evaluation & Erstellung eines Abschlussberichts
Öffentlichkeitsarbeit & Dissemination
  • Austausch mit anderen Pflegeeinrichtungen und Multiplikatoren zur Verbreitung der Projektergebnisse

Bisherige KI Erfahrungen im Unternehmen

Seit 2024 nutzt die Diakonie MSE, insbesondere Leitungskräfte, Mitarbeitende mit zentralen Aufgaben, aber u.a. auch pädagogische Fachkräfte, in ihrer Arbeit einen eigens erstellen AI-Hub auf Basis des Sprachmodells von Mistral.