Bereits eine Woche nach dem offiziellen Start in Schwerin war das Kompetenzzentrum von Arbeit 4.0 Teil der Industriekonferenz des Bundeswirtschaftsministerium in Berlin.

Axel Fick (Projektleiter mv-works) bei der Podiumsdiskussion auf der Industriekonferenz 2019

Gemeinsam mit zwei Initiativen aus Frankfurt/Main und Nordrhein-Westfalen bestritt mv-works am 24.09.2019 den „Regionalen Industriedialog“ der Tagung. Projektleiter Axel Fick betonte das Vorhaben, in den regionalen Unternehmen mit Mitarbeiter*innen aller Ebenen über die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Arbeitsprozesse, Qualifizierungsanforderungen u.ä ins Gespräch zu kommen, um den Betrieben bei Bedarf entsprechende Hilfestellung geben zu können. So solle erstmalig ein „hochaufgelösteres Bild der von den erwarteten Auswirkungen auf die Arbeitswelt in Mecklenburg-Vorpommern entstehen“, so der mv-works-Projektleiter. Er verwies darauf, dass trotz Mängeln in der digitalen Infrastruktur im Nordosten einige Hidden-Champions mit Hochtechnologie bereits im Land seien, von denen kleinere Betriebe Erfahrungen übernehmen könnten.

Nachjustierung der Industriestrategie von Seiten der Verbände und Gewerkschaften gefordert

Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf der Veranstaltung mit rund 400 geladenen Gäste vor allem aus Industrieverbänden und Gewerkschaften angekündigt, in den kommenden vier Wochen eine überarbeitete Industriestrategie 2030 vorlegen zu wollen. Den Entwurf hatte Altmaier im Frühjahr präsentiert, er wird aber seitens der Verbände und Gewerkschaften kritisiert. Die Industriestrategie 2030 definiert unter anderem den Handlungsrahmen des Staates in der sozialen Marktwirtschaft angesichts der globalen wirtschaftlichen Veränderungsprozesse und soll die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig halten. Über den Umfang der staatlichen Eingriffsrechte, etwa bei Übernahmen durch ausländische Investoren oder bei der Bereitstellung von Wagniskapital für neue Unternehmen, ist bislang keine Einigung erzielt worden.