Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni um 4.800 gesunken. Im vergangenen Jahr sind viele Stellen u.a. im Gesundheits- und Sozialwesen neu geschaffen worden, in der Metall- und Eletroindustrie gingen laut BA-Statistik Jobs verloren.

Die Arbeitslosenquote im Nordosten liegt nun bei 7,5 Prozent. "Die Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni zeigen: Die Lockerungen im Rahmen der CoronaPandemie haben den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern beflügelt. Insbesondere in den Tourismusregionen haben die weiteren Öffnungsschritte zu einer kräftigen Belebung geführt“, betonte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. Besonders die Urlaubsregionen scheinen davon zu profitieren. In Vorpommern-Rügen sei die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat Mai um 1.700 oder 14,9 Prozent und damit überproportional zurückgegangen, so die Agentur-Chefin.

Die Arbeitgeber haben seit Jahresbeginn 22.600 Stellen zur Neubesetzung gemeldet, knapp zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Insbesondere im Gastgewerbe, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im verarbeitenden Gewerbe werden aktuell Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht“, betonte Haupt-Koopmann.

Tatsächlich ist die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in den Branchen sehr unterschiedlich. Über alle Branchen hinweg hat die reguläre Beschäftigung (Aprildaten im Vorjahresvergleich) leicht zugenommen auf nun 571.800 sozialversicherungspflichtige Jobs. Speziell im Gesundheits- und Sozialwesen (+2.400), im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1.300) sowie im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (+700) sind neue Arbeitsplätze entstanden. Vor allem im Gastgewerbe (-900), in der Arbeitnehmerüberlassung (-700) und im verarbeitenden Gewerbe (-400) gingen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. Und auch nicht alle Industriebereiche haben gleichermaßen profitiert: Laut BA-Statistik gingen in M-V 1.100 Jobs in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie verloren, Zugewinne gab es dagegen etwa in der Ernährungswirtschaft und in der chemischen und Kunstoffindustrie.