Ende Januar waren 70 800 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern arbeitslos gemeldet - 7.300 oder 11,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Die Arbeitslosenquote beträgt 8,6 Prozent (Januar 2020: 7,7 Prozent). Im Vergleich zum Dezember sind 5.600 Arbeitslose mehr gemeldet - was mit dem jahreszeitlich üblichen Anstieg begründet wird. "Die Januar-Daten zeigen: Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern trotzt dem aktuellen Lockdown", sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regio­nal­direktion Nord der Bundes­agen­tur für Arbeit (BA), bei der Vorstellung der Zahlen. Zwar seien im Vorjahresvergleich die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar, der jahreszeitlich übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit sei prozentual aber geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Zudem haben sich laut BA im Januar weniger Beschäftigte des 1. Arbeitsmarktes arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Bei der Personalnachfrage verhielten sich die Betriebe aber weiterhin zurückhaltend. "Die Zahl der Stellenmel­dungen bewegt sich auch weiterhin im Vormonats- und Vorjahres­vergleich auf einem niedrigeren Niveau", so Haupt-Koopmann. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in M-V ist gegenüber dem Vorjahr um 2.800 gesunken (Novemberdaten), derzeit sind im Land knapp 580.000 Frauen und Männer in einem regulären Anstellungsverhältnis. Den größten Beschäftigungszuwachs (+ 2.400) registrierte die Branche Gesundheits- und Sozialwesen, dagegen gingen vor allem in der Zeitarbeit und im verarbeitenden Gewerbe (jeweils -1.300) sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren.