Digitalisierung, Pandemie, Strukturwandel, Demografie Beschäftigte und Unternehmen müssen sich 2020 vielen Herausforderungen gleichzeitig stellen. Wie ist die Situation in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Corona-Sommer, wo stehen wir in der Arbeit 4.0, wie modern arbeitet der Nordosten und was können Betriebe voneinander lernen?

 

Das Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 zur Digitalisierung in der Arbeitswelt (mv-works) geht diesen Fragen nach und präsentiert erste Ergebnisse auf dem Live-Event mvworks//2020 am 21. September – gestreamt aus dem Digitalen Innovationszentrum in Rostock (Live bei Youtube am 21.09. ab 10.00 Uhr unter https://www.mv-works.de/mvw20-live ).

Gezeigt werden praxisnahe Lernsessions kombiniert mit einer digitalen Roadshow zu Arbeitnehmer*Innen in allen Landesteilen, zu neuen Workspaces, vor allem aber auch in Unternehmen zwischen Rostock, Darß und Rügen, von Vorpommern bis Boizenburg. Zuschauer haben die Gelegenheit, per Chat Fragen in den Workshops und an die Gäste zu stellen. Im Abschlusspodium diskutieren Vertreter der Landesregierung mit Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern über die Lage und die nächsten Schritte, um in M-V Unternehmen und Beschäftigung nachhaltig zu sichern und auszubauen.

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL und der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Lambusch, sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag, den Strukturwandel im Land anzugehen: „Der digitale Strukturwandel erfordert von unseren Unternehmen ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Hierfür benötigen wir starke Netzwerke und Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene, die schnelle Reaktionen und betrieblichen Gestaltungsfreiraum fördern. In Mecklenburg-Vorpommern gehen wir in diesem Zusammenhang in die richtige Richtung, wie die Initiative mv-works zeigt. Denn diese unterstützt uns im überbetrieblichen Austausch, bei der inhaltlichen Orientierung im Strukturwandel und bei der Gestaltung des Dialogs mit Sozialpartnern, Politik und Wissenschaft.“

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, betont die Rolle der Mitbestimmung im Transformationsprozess: „Kreativität, Flexibilität, Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen sich nicht anweisen. Dafür ist ein enges Zusammenspiel von Beschäftigten, Betriebsräten, Führungskräften und Geschäftsleitung notwendig. Der digitale Wandel wird nur gemeinsam gelingen. mv-works steht für diesen Ansatz, Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen einzubeziehen.

mv-works ist ein Sozialpartnerprojekt, gemeinsam getragen von den Arbeitgebervertretungen Nordmetall und der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VU) sowie der Gewerkschaft IG-Metall und dem DGB. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V gefördert.

 

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